Hier habe ich Residenz bezogen.
Ásgard heisst Götterburg, aber auf der Wanderkarte findest du es unter dem Namen "Süsshof".
Der Hof liegt im Hottingen, einem Ortsteil der Gemeinde Rickenbach im Hotzenwald.
Der Hotzenwald liegt im Südschwarzwald, in Deutschland, nahe am Dreiländereck Deutschland - Schweiz - Frankreich.
Hier blicken wir von 700 Meter Höhe an klaren Tagen auf die Alpenkette.
 
 
 
Hier und auf den umliegenden Weiden leben Islandpferde in allen Altersstufen.
Das besondere an Island-Pferden ist, sie haben 5 Gangarten:
Schritt, Trab, Galopp, Pass und Tölt.
Der Tölt ist für Reiter superbequem zu sitzen.
 
 
Der Hengst ist ein Rappe namens "Kolbeinn von Ásgard".
Er trainiert sich immer selbst, da er auf der Hengstweide steht und nur zu den Stuten rüber schauen kann, bis seine Zeit gekommen ist.
 
 
 
 
Ihm gegenüber stehen die Wallache, die sich im Offenstall ungehindert bewegen können.
 
 
 
 
 
Sie kämpfen spielerisch miteinander, oder dösen im Schatten und wissen genau, wann gefüttert wird.
Sie werden an Menschen verkauft, die die Vorzüge der Islandpferde zu schätzen wissen.
 
 
 
 
Die älteren Stuten, die nicht in der Zucht sind,
stehen auf der südlichen Hofseite auf einen Auslauf.
Sie werden von den fleissigen Helferinnen am Hof geritten.
 
 
 
Die Zuchtstuten bekommen immer die besten Weiden, denn sie müssen ja für zwei fressen.
 
 
 
 
 
Die Fohlen werden Ende Mai und im Juni draussen auf der Weide geboren.
 
 
 
 
 
Am Anfang haben sie blau-graue Augen.
Später werden die Augen braun.
 
 
 
 
Die Fohlen lernen in der Herde die Pferde-Sprache und den Umgang mit anderen Pferden.
 
 
 
 
 
Sobald es warm wird, kommen Fliegen und Pferdebremsen und Plagen die Pferde.
Deshalb lieben die Islandpferde den Wind und den Regen.
 
 
 
 
Täglich werden die Pferde auf der Weide besucht und geschaut, wie es ihnen geht.
Dabei bekommen sie ein Stück Mineralfutter als Belohnung.
 
 
 
 
Im September werden die Fohlen mit ihren Müttern zum ersten Mal in den Stall gebrach.
Zwei Herren beurteilen ihr Äusseres und wie sie neben ihren Müttern traben oder tölten.
Die Fohlenschau ist natürlich sehr aufregend für die Fohlen.
 
 
 
Zum Schluss bekommen sie mit einem glühenden Eisen auf den linken Hinterschenkel eine Brandzeichen.
Sie bekommen noch eine Wurmkur, dann dürfen sie wieder auf die Weide.
 
 
 
 
die Fohlen von diesem Jahr
werden im Winter von den Weiden geholt, mit ihren Müttern in den Fohlenstall gebracht,
von ihren Müttern getrennt, und an die Menschen gewöhnt.
 
 
 
Die Jungen Hengste werden von den Jungen Stuten im Frühjahr getrennt und kommen auf verschiedenen Weiden, damit es keine Inzucht gibt.
 
 
 
 
 
Die Jungpferde haben bis zum fünften Lebensjahr das Vergnügen, in Ruhe wachsen zu können, ehe sie angeritten werden.
So lange werden sie nur mit Wurmkuren, Hufe schneiden und Transporten auf andere Weiden belästigt.
 
 
 
 
Im Winter fressen die Isländer Heu, Stroh und Silage.
Frische Tannenzweige sind als Abwechslung sehr willkommen, sogar die Rinde schälen sie von den dickeren Ästen.
Anschliessend riechen sie ganz gut nach Tanne.
Einen von Sturm gefällten Apfelbaum haben die Wallache wie Biber abgeknabbert (Biberponys!).
 
 
Äpfel, Möhren und trockenes Brot sind immer ein Leckerbissen.
Zum lecken gibt es Salzsteine und Mineralsalzschalen.
 
 
 
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