
Im Sommer 2007 haben wir unseren Urlaub im französischen Baskenland verbracht.
Wir wollten uns die Pottok Stuten Körung in Ascain ansehen
und den Pferdemarkt in Garris.
Natürlich wollten wir auch sehen, ob die Pottoks wirklich noch halbwild leben, wie man immer sagt.
 
 
So fuhren wir am 23. Juli 2007 mit der Zahnradbahn
Le Petite Train de La Rhune
auf den 906m hohen Berg La Rhune.
Der Name La Rhune stammt angeblich von dem baskischen larre-dun und bedeutet Weideplatz.
 
 
Auf einer ebenen Stelle unter Bäumen hielt sich eine Herde mit ihren Fohlen auf.
 
 
 
 
 
Aus der langsam fahrenden Bahn konnten wir an einigen Stellen Pottok Ponys an den Hängen im hohen Farn ausmachen.
Es ist aber keineswegs so, das der Berg von Pferden und Schafen übersäht ist.
 
 
 
 
Nach einer halben Stunde sind wir oben angekommen.
Dort blies ein frischer Wind und Gänsegeier segelten über dem Gipfel.
 
 
 
 
Der La Rhune gehört zur Hälfte zu Frankreich und zur Hälfte zu Spanien.
Auf der spanischen Seite konnte man einen Coral für Schafe erkennen,
an dem sich vier Pottokas aufhielten.
 
 
 
Auf der Suche nach weiteren Pottok Ponys folgten wir den Berggrad und entdeckten an einem felsigen Hang ein Skelett.
Den Schädel konnten wir nicht erkennen,
aber der grösse nach könnte es sich um ein verunglücktes Pony handeln,
das von den Gänsegeiern verspeist wurde.
 
 
Zu meiner gössten Freude kamen bald drei Rappen den Berg hoch geklettert.
 
 
 
 
 
Einer trug ein P als Brandzeichen.
Sie grasten friedlich auf der ebenen Fläche.
 
 
 
 
Anschliesend beknabberten sie sich gegenseitig das Fell.
Als sich ihnen Touristen näherten, zogen sie weiter.
 
 
 
 
Auf der Rückfahrt ins Tal sahen wir nur noch eine Ponygruppe in der Nähe der Zahnradbahn.
 
 
 
 
 
Am nächsten Tag wollten wir in Biddary das Maison du Pottok besuchen.
Dort fanden wir aber keine Hinweisschilder wo es sein könnte.
So fragten wir danach und es wurde uns mitgeteilt, das es nicht mehr existiert.
Daher machten wir eine Rundfahrt über das spanische Dorf Erratzu
zurück nach Ainhoa auf der Suche nach den Pottok de Montagne.
 
Pferdemist auf der Strasse gab einen Hinweis, das sich Ponys in der Nähe aufhalten könnten.
Hinter einer Kurve entdeckten wir oberhalb der Strasse eine Herde und hielten an.
 
 
 
 
Ein Weg führte hinauf und was von unter wie steile Wildnis aussah entpupte sich als Schafstall mit Tränke,
an der sich die Tiere bedienten.
Einigen Ponys war eine Ohrspitze abgeschnitten oder eingekerbt worden.
 
 
 
Ein paar hatten die ineinander verschmolzenen Buchstaben JH als Brandzeichen.
Einige trugen einen Gurt mit einer Glocke um den Hals.
 
 
 
 
Ein Fuchshengst begleitete die Herde.
Er war weder gebrannt noch trug er eine Kerbe im Ohr oder eine Glocke am Hals.
 
 
 
 
Zwei Fuchs-Stuten mit heller Mähne und Blässe waren deutlich grösser und stärker gebaut als der Hengst und die anderen Stuten.
Vielleicht gehören sie einer anderen Rasse an?
 
 
 
 
Es blieb die einzige Herde an die wir näher ran konnten.
An einer anderen Stelle fanden wir Hufspuren und hörten auch die Pferdeglocken,
doch die stachligen Brombeerranken im hohen Farn und Gebüsch hinderten uns daran, sie zu erreichen.
 
 
 
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