
"Pottok" ist das baskische Wort für "kleines Pferd" und hat dieser Rasse den Namen gegeben.
Das Baskenland liegt an der nördlichen Grenze von Spanien und Frankreich.
Dort lebt das Pottok (sprich "Pottiok") oder Pottoka (sprich "Pottokak") Pony noch halbwild in den Pyrenäen.
In Spanien kennt man das Pottok auch unter der Bezeichnung
"Poni Vasco" oder "Poni Vasco Navarro"
weil es aus der spanischen Province "Pais Vasco" stammt.
Einige Pottoka tragen dicke Lederbänder mit einer Glocke um den Hals.
Früher hatten die Schmuggler Gras in die Glocken ihrer Tragetiere gestopft, damit man sie unterwegs nicht hörten.
Konnten sie einer Begegnung mit den Grenzposten nicht ausweichen,
so jagten sie ihre Ponys mit dem Schmuggelgut schnell in die Dunkelheit.
Nach einiger Zeit fiel das Gras aus den Glocken und die Schmuggler konnten ihre Tiere wiederfinden.
 
Einmal im Jahr werden die Pottoka Ponys zusammengetrieben.
Die Jungtiere werden gebrannt oder mit Kerben der Ohren gekennzeichnet.
Die Eigentümer verkaufen einige ihrer Ponys am zweiten Samstag im Oktober
auf der "la Feria de las Razas Autóctonas Vascas de Markina" in Bizkaia.
Die anderen dürfen wieder zurück in die Berge.
 
 
Früher war das Pottoka das Tragetier der Bauern.
Dank seiner Trittsicherheit diente es auch zum Schmuggelgut Transport über die Pyrenäen.
Sie wurden aber auch bis nach Italien verkauft, um Wagons in den Kohlemienen zu ziehen.
Die Pferde waren auch ein unfreiwilliger Fleischlieferant.
Heutzutage sind sie von diesen schweren Arbeiten entbunden.
Sie werden im Reitsport eingesetzt.
 
 
Die Spanier und die Franzosen haben eigen Zuchtverbände für diese Ponys gegründet.
Den spanische Zuchtverband gibt es seit 1995.
Es gibt knapp 1000 registrierte Stuten und Hengste,
die auf der Bizkaia, Gipuzkoa und Alava verteilt sind.
Die Pottoka werden in drei Typen unterteilt.
 
 
 
 
In Standard = Typ A werden nur reinblütige Pottoka aufgenommen,
deren Fellfarbe die ursprüglichen Farben der Pottoka entsprechen.
Das sind Rappen und Braune in allen Schattierungen.
Ihr Stockmass ist 130cm oder kleiner.
 
 
 
Die Spanier vermuten, das andere Farben das Resultat von Einkreuzungen anderer Rassen in frührer Zeit sind.
Das erste Scheck-Pottoka tauchte um 1850 in der Bizkaia auf.
Daher werden als Piebald = Typ B reinblütige Pottoka aller Farben akzeptiert mit einem Stockmass bis zu 140cm.
 
 
 
In Typ C werden Kreuzungen von einer Pottoka mit einem Pferd einer anderen Rasse geführt.
Es sind alle Farben erlaubt. Das Stockmass darf bis zu 147cm betragen.
Das Fohlen muss aber mindestens 50% reines Pottoka-Blut haben.
 
 
 
 
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Sollte jemand noch mehr Informationen oder Fotos über Spanische Pottoka haben,
bitte ich, sie mir zukommen zu lassen
 
Monika Kind
 
 
 
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